Runde 4 auf dem Salzburgring

28.07.2015

Turbulentes Rennwochenende mit Regen und Sonne

Der Salzburgring war am Wochenende vom 25. und 26. Juli die Arena für die actiongeladenen Rennen des Suzuki Cup Europe. Neben der ohnehin schon spektakulären Strecke sorgten heftige Regenfälle am Samstag für eine ordentliche Durchmischung der Ergebnislisten.

Kurz vor dem Start des ersten Rennens setzte auf dem Salzburgring heftiger Regen ein, der das Renngeschehen entscheidend beeinflussen sollte und die Teams vor die Frage stellte: „Welche YOKOHAMAs sollen aufgezogen werden?“: ein Teil der Fahrer startete auf Slicks einige zogen vor dem Start noch Regenreifen auf. Aber nicht die Reifenfrage war schlussendlich entscheidend, sondern die extrem schlechte Sicht sorgte für brenzlige Situationen.
Nach einem geordneten Start kam es in der vierten Runde zum rennentscheidenden Unfall: „Bei der Anfahrt zur ersten Schikane wurde mein Auto durch Aquaplaning aufgeschwemmt, ich konnte nicht mehr lenken und bin trotz eines Ausweichmanövers voll in das Heck von Tobias Weichenberger gekracht. Dieser Vorfall tut mir für Tobias leid, wir waren bis dahin sehr stark unterwegs“, erklärt Christoph Zellhofer nach diesem Zwischenfall.

Damit waren die beiden bis dahin führenden Österreicher aus dem Rennen und Lukas Puchinger feierte seinen ersten Sieg vor Routinier Max Zellhofer und Lokalmatador Alex Maier.



Den Start im zweiten Lauf gewann Max Zellhofer klar vor Lukas Puchinger. Für Aufregung sorgte Hermann Neubauer, der gleich am Beginn des Rennens mit seinem Swift in die Leitplanken krachte und ausschied.

In der vierten Runde warf eine Kollision zwischen Zigmars Lappa und Alex Maier beide aus dem Rennen: Maier augenblicklich, Lappa erst nach Rennende, da er für diese Aktion disqualifiziert wurde. Keijo Keke Platzer und Peter Eibisberger konnten sich sehr gut in Scene setzen, ihre Positionen wechselten ständig und sorgten so für einen abwechslungsreichen Rennverlauf. Die von hinten voranstürmenden Tobias Weichenberger und und Christoph Zellhofer konnten sie aber nur bedingt an ihrem Vorwärtsdrang hindern. Weichenberger schaffte es an beiden vorbei auf Rang 3, Zellhofer wurde hinter Platzer fünfter. Turbulent ging es noch in den letzten beiden Runden zu: einige der ungarischen Teilnehmer waren weit über dem Limit unterwegs, die daraus resultierenden Unfälle mit Blechschaden veranlassten die Rennleitung dazu, das Rennen in der 12. Runde abzubrechen und mit dem Stand der 11. Runde zu werten.
Sieger Max Zellhofer: „Es war ein sehr spannendes Rennen. Ich habe mich nach dem Start aus allen Zweikämpfen, speziell mit den Ungarn heraus gehalten und so das Risiko einer Kollision vermeiden können. Leider ist es in den letzten beiden Runden noch sehr heftig zugegangen, daher war es von der Rennleitung richtig, die beiden letzten Runden nicht in die Wertung zu nehmen.“

Ein sehr positives Zwischenergebnis konnte der selbst im Suzuki Cup Europe mitfahrende Salzburger Künstler Jürgen Norbert Fux mit der von ihm ins Leben gerufenen Aktion „Drive for Angelina,“ ziehen: „Obwohl wir noch einmal im September in der Steiermark auf dem Red Bull Ring fahren, hat  der Spendenbetrag bereits jetzt mehr als € 20.000.- erbracht. Ich hoffe, dass sich diese Summe noch erhöhen wird. Ursprünglich war geplant, die aus Gröden stammende Angelina auf dem Salzburgring persönlich zu begrüßen, doch hat sich ihr Gesundheitszustand in den letzten Tagen etwas verschlechtert, so dass der Vater, stellvertretend für Angelina, einige Spender dieser Aktion auf dem Salzburgring begrüßen konnte.“

In der Gesamtwertung führt nach neun Rennen weiterhin Tobias Weichenberger (79 Pkt.) vor Lukas Puchinger (69,5 Pkt.) und Keijo Keke Platzer (66 Pkt.).

Weitere Informationen finden Sie unter www.suzuki-cup.at